Jedes Jahr am 23. April wird der Welttag des Buches gefeiert. Für viele Menschen ist es nichts Besonderes, zu lesen – andere haben wenig Zugang zu Büchern und Literatur.
Was lesen Sie gerade? Lesen Sie regelmäßig? Lesen Sie überhaupt Bücher oder nur noch E-Books oder am Computer oder Tablet? Wie viele Seiten lesen Sie pro Tag?
Seit gut 30 Jahren besuche ich die Frankfurter Buchmesse und habe die Veränderungen der letzten Jahre beobachtet. Heute ist es offensichtlich geworden. Die unglaubliche Vielfalt – das war einmal. Einige Hallen, die früher künstlerische Kleindrucker präsentierten, die Kalendergalerie im langen Durchgang, Fotoausstellungen und Kochevents gehören leider zur Geschichte. Die zahlreichen Buchhandlungs-Ausstatter – ob Möbel oder Bewirtschaftungssoftware – kaum mehr vorhanden. Dafür unglaublich viel Fantasy, Romance, Young Adults-Literatur und Mangas usw. In den Hallen, wo sich früher auch viele Sach- und Wissenschaftsverlage präsentierten, sind die chinesischen Druckwaren-Dienstleister auch schon angekommen. Was auch auffällt, dass viele Verlage ihre alteingesessenen Standorte verloren oder gewechselt haben. Ob man wirklich findet, was man sucht, ist nicht sicher.
Gastland Philippinen – Ein vielleicht wenig bekanntes Land für seine Literatur und die Buchproduktion, umso interessanter der Gastauftritt. Mit einfachen Strukturen wurden Hüttchen aufgestellt wo unterschiedliche Thematiken dargestellt wurden – Literatur, Kultur, Politik und Gesellschaft sowie Kinderbücher. Auf zwei Bühnen waren Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen zu besuchen. Literarisch gibt es zu entdecken:
José Rizal: Noli me tangere – Philippinen, Ende des 19. Jahrhunderts: Der junge, idealistische Ibarra kehrt nach sieben Jahren Studium aus Europa in seine Heimat zurück – voller Erneuerungsdrang für sein Land und im Liebesrausch für die schöne María Clara. Doch seine Hoffnungen werden schnell zerschlagen, denn die von ihm so geliebte Gesellschaft ist zerfressen von Korruption, Unterdrückung und religiösem Dogmatismus. Nicht das philippinische Volk hält die Zügel in der Hand, sondern die spanischen Kolonialherren mitsamt ihrem machtbesessenen katholischen Klerus. Ibarras Vorhaben, eine Schule zu bauen, eskaliert zu einer Spaltung zwischen Kirche, Gouverneuren und dem einfachen Volk, und viel zu spät erkennt er, wie sich seine private Fehde mit dem Gemeindepfarrer in eine infernale Intrige verwandelt. Erst als sich auch María Clara von ihm abwendet, wird Ibarra bewusst, welch mächtigem Gegner er sich gegenübersteht.
Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an den ungarischen Schriftsteller und Drehbuchautor László Krasznahorkai, der 1954 in Gyula geboren wurde. 2015 wurde er bereits mit dem International Booker Prize für sein Gesamtwerk geehrt, dieses Jahr nun der Literaturnobelpreis. Wir sind interessiert, in sein Werk einzutauchen. Seine Texte sind in viele Sprachen übersetzt worden – auf deutsch sind folgende Titel erschienen:
Am 24. Januar 2025 liest Tenzin Wangmo Frapolli aus dem von Bettina Föllmi-Zinnenlauf übersetzten Buch „Karmische Irrwege zum Glück“. Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im tibetisch-asiatischen Kulturzentrum Songtsen House in Zürich Oerlikon statt. Weitere Informationen finden Sie hier:
Karmische Irrwege zum Glück – Tibetische Märchen von Tenzin Wangmo, ins Deutsche übertragen von Bettina Föllmi, erscheint Anfang November 2024 im Verlag Prong Press. Bilder vom Treffen mit der Autorin Tenzin Wangmo und dem Verleger Rolf Bächi anlässlich der Frankfurter Buchmesse und der Buchpräsentation im Tibethaus Frankfurt.
Am Donnerstag 17. und Freitag 18. Oktober waren wir auf der Frankfurter Buchmesse. Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert, es sind deutlich weniger Verlage präsent und auch einige Veranstaltungsorte wie zum Beispiel den Antiquariats-Shop, die Kochbuch-Bühne oder die Präsentation der schönsten Bücher waren nicht mehr da. Hier einige Eindrücke vom Auftritt des Gastlandes Italien. Nächstes Jahr ist Philippinien als Gastland präsent.